Viele Autofahrer schenken der Kühlflüssigkeit erst Aufmerksamkeit, wenn die Warnlampe im Cockpit aufleuchtet oder der Motor ungewöhnlich heiß wird. Dabei gehört die Kühlflüssigkeit zu den wichtigsten Betriebsstoffen im Fahrzeug. Ohne sie könnte der Motor nicht zuverlässig arbeiten, da er schnell überhitzen würde. Wer rechtzeitig Kühlflüssigkeit für sein Auto kauft und auf Qualität achtet, verlängert die Lebensdauer des Motors und vermeidet teure Reparaturen.
Bedeutung der Kühlflüssigkeit
Während des Fahrens entsteht im Motor enorme Hitze. Die Kühlflüssigkeit nimmt diese Wärme auf und leitet sie zum Kühler, wo sie durch den Fahrtwind wieder abgeführt wird. Dadurch bleibt der Motor auf einer stabilen Temperatur. Außerdem verhindert die Flüssigkeit, dass das Wasser im Kühlsystem im Winter gefriert oder im Sommer kocht. Additive in der Flüssigkeit sorgen zusätzlich für Korrosionsschutz und halten das Kühlsystem frei von Ablagerungen.
Wann sollte man Kühlflüssigkeit kaufen?
Es gibt mehrere Anlässe, bei denen ein Nachfüllen oder Wechsel der Kühlflüssigkeit erforderlich ist:
- Wenn der Stand im Ausgleichsbehälter zu niedrig ist.
- Wenn die Flüssigkeit ihre Farbe verändert oder trüb geworden ist.
- Nach Ablauf des empfohlenen Wechselintervalls (meist zwischen zwei und fünf Jahren).
- Wenn Reparaturen am Kühlsystem durchgeführt wurden.
Ein rechtzeitiger Kauf verhindert, dass man im Notfall ohne passende Flüssigkeit dasteht.
Unterschiedliche Arten von Kühlflüssigkeit
Beim Kauf stellt sich oft die Frage: Welche Kühlflüssigkeit ist die richtige? Grundsätzlich unterscheidet man drei Hauptarten:
- IAT (Inorganic Acid Technology): Klassische Flüssigkeit, gut für ältere Fahrzeuge geeignet, jedoch mit kürzerer Lebensdauer.
- OAT (Organic Acid Technology): Moderne Flüssigkeit, lange haltbar und vor allem für neuere Motoren entwickelt.
- HOAT (Hybrid Organic Acid Technology): Mischform mit Vorteilen beider Systeme.
Die Farben der Flüssigkeiten (grün, rot, blau, orange oder gelb) dienen als Orientierung, sind jedoch nicht standardisiert. Deshalb sollte man sich nicht nur auf die Farbe verlassen, sondern immer die Angaben des Autoherstellers prüfen.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Wer Kühlflüssigkeit kaufen möchte, sollte einige wichtige Punkte beachten:
- Spezifikation: Jeder Hersteller gibt bestimmte Normen vor, die eingehalten werden müssen. Diese Angaben finden sich in der Betriebsanleitung.
- Mischbarkeit: Unterschiedliche Flüssigkeiten dürfen oft nicht gemischt werden, da sich die Schutzwirkung sonst aufhebt.
- Frostschutz: Je nach Wohnort sollte eine Flüssigkeit gewählt werden, die Schutz bis mindestens -25 °C oder -35 °C bietet.
- Markenqualität: Hochwertige Produkte enthalten Additive, die für besseren Korrosionsschutz sorgen. Billige Produkte sparen oft an dieser Stelle.
Anwendungshinweise
Vor dem Nachfüllen oder Wechsel sollte man den Motor immer abkühlen lassen, um Verbrennungen durch heißen Druckdampf zu vermeiden. Außerdem ist es ratsam, destilliertes Wasser zu verwenden, wenn die Kühlflüssigkeit selbst angemischt werden muss. Leitungswasser kann durch Kalk oder Mineralien Ablagerungen verursachen.
Häufige Fehler vermeiden
Viele Autofahrer machen den Fehler, unterschiedliche Kühlflüssigkeiten zu vermischen. Dies kann chemische Reaktionen auslösen, die den Schutz erheblich reduzieren. Auch ein zu spätes Wechseln führt zu Problemen, da die Additive mit der Zeit ihre Wirkung verlieren.
Fazit
Die Kühlflüssigkeit ist für jedes Auto unverzichtbar, da sie den Motor vor Überhitzung, Frost und Korrosion schützt. Wer Kühlflüssigkeit für sein Auto kaufen möchte, sollte sich an den Herstellerangaben orientieren, die richtige Sorte wählen und auf Qualität achten. Eine regelmäßige Kontrolle und rechtzeitiges Auffüllen sind kleine Maßnahmen mit großer Wirkung: Sie sichern die Leistung des Motors und verhindern kostspielige Schäden.