Der Kauf eines Autos in den USA ist für viele Europäer ein Traum. Ob sportliche Corvettes, luxuriöse Cadillacs oder riesige Pickups – die Auswahl ist enorm. Damit der Import reibungslos funktioniert, braucht es aber einen klaren Plan.

1. Wahl des Fahrzeugs

Bevor der Kauf startet, sollte klar sein: Welches Auto wird gesucht? Geht es um ein Sammlerfahrzeug, einen günstigen Gebrauchten oder ein Alltagsauto? Besonders beliebt sind Klassiker, aber auch moderne SUVs, die in Europa teuer oder gar nicht erhältlich sind.

2. Seriöse Quelle finden

Der US-Markt ist riesig, und nicht jede Quelle ist vertrauenswürdig. Möglichkeiten:

  • Offizielle Händler
  • Online-Marktplätze
  • Auktionen
  • Private Verkäufer

Für Einsteiger ist es oft sinnvoll, einen Importeur in Deutschland zu beauftragen, der sich um Kauf und Transport kümmert.

3. Kaufabwicklung in den USA

Wird das Auto direkt gekauft, muss der Kaufvertrag sorgfältig geprüft werden. Auktionsfahrzeuge sind oft günstiger, haben aber manchmal Schäden oder hohe Laufleistungen. Eine vorherige Fahrzeugprüfung durch unabhängige Gutachter in den USA ist ratsam.

4. Transport nach Europa

Autos werden üblicherweise per Schiff transportiert. Zwei Varianten sind verbreitet:

  • Container-Transport: Sicher, aber teurer
  • RoRo-Verfahren (Roll on, Roll off): Günstiger, aber das Auto steht während der Überfahrt ungeschützt

Die Transportkosten hängen von Größe, Gewicht und Hafen ab.

5. Zoll und Steuern

In Deutschland werden fällig:

  • 10 % Zollabgabe
  • 19 % Einfuhrumsatzsteuer
    Oldtimer ab 30 Jahren können günstiger eingestuft werden (nur 7 % Einfuhrumsatzsteuer und kein Zoll).

6. Anpassung für die Zulassung

Damit das Fahrzeug eine deutsche Straßenzulassung erhält, muss es angepasst werden:

  • Blinker, Scheinwerfer, Rücklichter anpassen
  • Tacho auf Kilometer umstellen
  • Abgasnorm prüfen
  • Sicherheitsvorschriften beachten

Nach dem Umbau erfolgt die Hauptuntersuchung beim TÜV. Erst dann gibt es die Zulassung.

7. Versicherung und Ersatzteile

Viele Versicherer bieten spezielle Tarife für Importfahrzeuge. Ersatzteile sind in der Regel über Spezialhändler bestellbar, können aber teurer sein und längere Lieferzeiten haben.

8. Lohnt sich der Aufwand?

Wer nur sparen will, wird oft enttäuscht, da die Zusatzkosten hoch sind. Der Kauf lohnt sich vor allem für:

  • Sammler
  • Liebhaber amerikanischer Fahrzeuge
  • Menschen, die ein besonderes Auto fahren wollen

Fazit

Ein Auto in den USA zu kaufen ist kein spontanes Geschäft, sondern ein Projekt, das Planung, Geduld und Budget erfordert. Wer seriöse Partner wählt, technische Anpassungen einkalkuliert und bereit ist, Bürokratie zu bewältigen, kann sich aber ein einzigartiges Stück Automobilkultur sichern.